Materialbestimmung

Eine ganz zentrale Frage in der Galvanik lautet: "Was habe ich eigentlich vor mir? Aus welchem Material ist dieser Gegenstand?"

Falls Sie sich nicht sicher sind um welches Material es sich handelt das Sie galvanisieren bzw. beschichten möchten, bieten wir Ihnen auf dieser Seite einige nützliche Tipps zur Materialbestimmung.

1.) Allgemeine Testmethoden

1.1.) Magnettest

Ein einfacher Test kann mit einem handelsüblichen, schwachen Magneten durchgeführt werden.

A) Magnetische Material - Magnet bleibt haften / wird sehr stark angezogen

Wird das Material vom Magneten stark angezogen handelt es sich um eisenhaltige Materialien wie z.B niederlegierten Stahl und seltener um magnetischen Chromstahl 18/0 (z.B. für Allergiker-Besteck verwendet). In seltenen Fällen kann auch reines Nickel oder Cobalt (sehr selten) vorliegen. 

B) Magnetisches Material - Magnet bleibt nicht haften / wird schwach angezogen

In diesem Fall handelt sich unter Umständen um einen schwach vernickelten Gegenstand oder um legierte Edelstähle. Vergoldete Gegenstände haben häufig eine Grundierung aus Nickel, welche diese Gegenstände ganz schwach magnetisch macht.

C) Nicht-magnetisches Material - Magnet wird überhaupt nicht angezogen

Unter diesen Umständen kann es sich um V2A oder V4A Edelstahl handeln. Mit Ausnahme mancher Edelstähle kann das Vorhandensein von Nickel, Eisen oder Cobalt mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden. Alle anderen Materialien kommen in Frage.

1.2.) Optischer Eindruck

Die meisten metallischen Oberflächen haben in ihrem Reinzustand einen silbrig-grauen Farbton. Mit Ausnahme einiger Metalle wie Gold, Kupfer und deren Legierungen. Die Goldlegierungen weisen einen mit Kupfergehalt zunehmenden Rotstich auf. Ein Beispiel ist die sog. Krügerrand-Goldmünze mit einem Goldanteil von 917 und einem Kupferanteil von 83 Teilen.

Bei den sog. Buntmetallen handelt es sich um Kupfer und Kupferlegierungen wie zum Beispiel Bronze und Messing. Während Bronze einen bräunlich-goldenen Farbton aufweist sind die meisten Messinglegierungen stark gelblich gefärbt.

Zink wird meist chromatiert und sieht dann aus wie Messing (z.B. Schrauben oder Winkel). Im Gegensatz zu Messing irisieren diese Gegenstände aber, das heißt im Licht zeigen sich Regenbogenfarben auf dem Gegenstand, vergleichbar einem Ölfilm auf Wasser. Es gibt auch blau chromatiertes Zink, das ebenfalls irisierend ist. Die Chromatierung muss vor dem beschichten entfernt werden (z.B. verdünnte Salzsäure).

1.3.) Punzierung

Schmuck aus Gold, Silber und Platin sowie Silberbestecke und Zinnteller werden oft punziert. Das heißt, es wird mit einer Punze ein Symbol oder eine Zahl in den Gegenstand geschlagen:

Gold: häufige Punzen sind 333, 585, 750 und seltener 900. Diese Punzen geben den Goldgehalt an. 333er Gold besteht z.B. aus
33,3% Gold und 66,7% Legierungsmetall (meist Kupfer und Silber).

Silber: gebräuchlich sind 800, 830, 835, 925 (Sterling). Diese Punzen geben den Silbergehalt an (analog Gold, siehe oben). Das Silber ist meist mit Kupfer legiert und dient zum Härten des sehr weichen Silbers. Deutsche Silberbestecke aus massiv Silber haben zusätzlich meist einen Halbmond und eine Krone. Versilberte Bestecke tragen meist eine 90 oder 100 auf der Rückseite. Das bedeutet, dass ein Set (12 Gabeln und 12 Löffel) 90 bzw. 100 Gramm Silberauflage enthalten. Versilbertes Besteck kann behandelt werden wie reines Silber, da die Silberauflage recht dick ist (> 20 µm). Silber und die Silberlegierungen können wie reines Silber galvanisiert werden.

Platin: üblicherweise 950 (95% Platinanteil)

Zinn: Zinngegenstände werden mit einem Engel punziert, wenn kein Blei enthalten ist. Zusätzlich wird oft der Zinngehalt mit angegeben, z.B. 95% Zinn oder "Reinzinn" mit 100% Zinnanteil. Am häufigsten ist 95%iges Zinn für Essgeschirr und Zinnteller. Wenn das Zinn eher stumpf-grau ist und keine Punze außer dem Engel besitzt, dann ist meist noch viel Zink mit enthalten.

Sämtliche Punzen sind aber mit vorsichtig zu handhaben, da diese auch gefälscht sein können! Falsche Punzen erkennt man oft daran, dass diese eingraviert sind und nicht gestempelt. Dadurch ist der Rand der Punze weniger erhaben.

Nähere Infos zur Edelmetallprüfung finden Sie auf: www.gold-analytix.de

1.4.) Gewicht bzw. Dichte

Alu und Alulegierungen lassen sich gut von den schweren Metallen unterscheiden aufgrund ihres geringen spezifischen Gewichtes. Aluminium hat eine geringe Dichte von 2,7 g pro Kubikzentimeter. Eisen hat dagegen eine Dichte von 7,8 g pro Kubikzentimeter. Das heißt ein Eisengegenstand von gleicher Größe ist ca. 3 mal schwerer. Selbiges gilt für Kupfer, Blei, Silber und viele andere Metalle, die ebenfalls eine Dichte vergleichbar der von Eisen haben. Auch vergoldetes oder versilbertes Alu kann aufgrund des geringen Gewichts leicht erkannt werden.

1.5.) Oxidation und Anlauffarben

Gealterte Gegenstände kann man oft an deren Anlauffarben erkennen, welche durch Witterung und Oxidation entstehen. Flugrost und Roststellen bilden sich unter gewöhnlichen Bedingungen nicht auf Edelstählen wie V2A , oder 18/0er Chromstahl. Es handelt sich dann um niedrig legierten Stahl oder seltener um reines Eisen. Diese sind aber gleich zu behandeln.

Eine blau- oder grünfärbung auf Messing- oder goldfarbenen Gegenständen zeigt die Anwesenheit von Kupfer (typisch für gealtertes Messing oder Bronze). Auch 333er Gold kann anlaufen. 585er Gold durch den hohen Goldgehalt hingegen nicht.

Silber überzieht sich nach einiger Zeit an der Luft mit einer schwarzen Patina, welche leicht nach faulen Eiern oder muffig riecht. Es handelt sich um Schwefelverbindungen aus der Luft, welche vor dem Galvanisieren mit Silberreiniger entfernt werden müssen.

Chrom ist beständig und zeigt keine Patina. 

1.6.) Plausibilität

Gewisse Gegenstände sind in der Regel immer aus dem gleichen Metall oder ähnlich beschichtet, im folgenden eine kleine Auswahl:

Badarmaturen: diese sind in der Regel immer verchromt - als Grundmaterial muss also Chrom gewählt werden

Schrauben, Nägel (gelb oder bläulich gefärbt): chromatiertes Zink. Muss vor dem Beschichten entfernt werden (Salzsäure), dann zu behandeln wie Eisen

Oldtimerteile, verchromt:diese haben meist den üblichen Schichtaufbau Kupfer-Nickel-Chrom. Je nach Beschädigung muss man daher verkupfern (bei starker Beschädigung) oder nur vernickeln und nachverchromen

Fenstergriffe: meist Aluminium oder Aluminiumlegierungen

Felgen: meist Aluminium oder Edelstahl

2.) Verzeichnis der Metalle und deren  Erkennung 

Aluminium

Aluminium ist ein silbrig-weißes Leichtmetall und ist relativ weich und zäh. Anhand seines geringen Gewichts kann es gut von anderen Metallen unterschieden werden. Es ist nicht-magnetisch und kann daher leicht von Eisen oder Stahl unterschieden werden. Meist kommt es in Form verschiedener Legierungen vor und ist dann meist etwas härter als Rein-Aluminium. Es wird häufig verwendet, z.B. für Fahrradbauteile, Konstruktionsentwürfe, Fenstergriffe oder Getränkedosen.

Blei

Blei kommt heutzutage eher selten vor und ist ein giftiges Schwermetall. Erkennen kann man es an der sehr leichten Verformbarkeit und der dunklen grauen Farbe (eher stumpf, nicht glänzend).

Buntmetalle und Kupfer, auch Neusilber (Cu/Ni/Zn)

Hier handelt es sich um die Legierungen des Kupfers mit anderen Metallen und das Reinkupfer. Besonders häufig in der Schmuckindustrie angewandt werden Rotgold-Legierungen aus Kupfer und Gold. Die Buntmetalle sind zu behandeln wie Kupfer.
Neusilber ist farblos und silberähnlich, verhält sich aber wie ein Buntmetall (verwendet z.B. als Grundmetall für versilbertes Besteck).

Edelstähle

Meist nicht magnetisch. Viele verschiedene Typen, die sich aber ähnlich verhalten.

18/0 (18% Chrom, 0% Nickel, 82% Eisen):  Edelstahl für manche Bestecke, magnetisch

18/10 (18% Chrom, 10% Nickel, 72% Eisen): V2A Stahl, sehr häufig, nicht magnetisch

Eisen und niedrig legierter Stahl (z.B. Baustahl)

Sehr häufig verwendet. Erkennbar am starken Magnetismus und Flugrost.

Nickel

Hier handelt es sich um ein weißes, korrosiosfestes Metall. Nickel ist magnetisch. In reiner Form tritt es so gut wie nie auf. Meist wird es mit Eisen und Chrom legiert (V2A-Stahl). Vernickelte Oberflächen sind selten anzutreffen, da diese allergen sind. Nickelüberzüge werden meistens vergoldet oder verchromt.

Silber

Glänzend weißes Metall, sehr oft patiniert und dann komplett dunkel bis schwarz. Gut zu erkennen an den meist verwendeten Punzierungen (siehe oben).

Verchromte Gegenstände

In der Regel haben diese Gegenstände alle Hochglanzoptik und eine metallische Oberfläche die fast an einen Spiegel erinnert. Meist sind sie aufgrund des unter der Chromschicht liegenden Eisens oder Nickel magnetisch. Chrom hat einen leicht bläulich-kalten Glanz. Häufig verwendet für Badarmaturen und Auto- oder Motorradteile. Zu behandeln wie reines Chrom.

Zinn

Hellgraues Metall. Gut zu erkennen an der Punzierung. Wird oft für Teller und Krüge verwendet.

Zink

Hellgraues Metall. Sehr häufig verwendet, da es Eisen vor Oxidation schützt. Schrauben, Nägel, Straßenlaternen, etc. sind daher meist mit Zink überzogen. Feuerverzinktes Eisen hat zudem eine Wabenartige Struktur an der man es gut erkennen kann. Verzinkte Kleinteile sind oft gelb chromatiert und sehen dann ähnlich aus wie Messing. Zum Galvanisieren ist es ratsam verzinkte Gegenstände mit verdünnter Salzsäure zu entchromatieren und zu entzinken. Danach können diese wie Eisen behandelt werden.

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Eine ganz zentrale Frage in der Galvanik lautet: "Was habe ich eigentlich vor mir? Aus welchem Material ist dieser Gegenstand?"

Falls Sie sich nicht sicher sind um welches Material es sich handelt das Sie galvanisieren bzw. beschichten möchten, bieten wir Ihnen auf dieser Seite einige nützliche Tipps zur Materialbestimmung.

1.) Allgemeine Testmethoden

1.1.) Magnettest

Ein einfacher Test kann mit einem handelsüblichen, schwachen Magneten durchgeführt werden.

A) Magnetische Material - Magnet bleibt haften / wird sehr stark angezogen

Wird das Material vom Magneten stark angezogen handelt es sich um eisenhaltige Materialien wie z.B niederlegierten Stahl und seltener um magnetischen Chromstahl 18/0 (z.B. für Allergiker-Besteck verwendet). In seltenen Fällen kann auch reines Nickel oder Cobalt (sehr selten) vorliegen. 

B) Magnetisches Material - Magnet bleibt nicht haften / wird schwach angezogen

In diesem Fall handelt sich unter Umständen um einen schwach vernickelten Gegenstand oder um legierte Edelstähle. Vergoldete Gegenstände haben häufig eine Grundierung aus Nickel, welche diese Gegenstände ganz schwach magnetisch macht.

C) Nicht-magnetisches Material - Magnet wird überhaupt nicht angezogen

Unter diesen Umständen kann es sich um V2A oder V4A Edelstahl handeln. Mit Ausnahme mancher Edelstähle kann das Vorhandensein von Nickel, Eisen oder Cobalt mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden. Alle anderen Materialien kommen in Frage.

1.2.) Optischer Eindruck

Die meisten metallischen Oberflächen haben in ihrem Reinzustand einen silbrig-grauen Farbton. Mit Ausnahme einiger Metalle wie Gold, Kupfer und deren Legierungen. Die Goldlegierungen weisen einen mit Kupfergehalt zunehmenden Rotstich auf. Ein Beispiel ist die sog. Krügerrand-Goldmünze mit einem Goldanteil von 917 und einem Kupferanteil von 83 Teilen.

Bei den sog. Buntmetallen handelt es sich um Kupfer und Kupferlegierungen wie zum Beispiel Bronze und Messing. Während Bronze einen bräunlich-goldenen Farbton aufweist sind die meisten Messinglegierungen stark gelblich gefärbt.

Zink wird meist chromatiert und sieht dann aus wie Messing (z.B. Schrauben oder Winkel). Im Gegensatz zu Messing irisieren diese Gegenstände aber, das heißt im Licht zeigen sich Regenbogenfarben auf dem Gegenstand, vergleichbar einem Ölfilm auf Wasser. Es gibt auch blau chromatiertes Zink, das ebenfalls irisierend ist. Die Chromatierung muss vor dem beschichten entfernt werden (z.B. verdünnte Salzsäure).

1.3.) Punzierung

Schmuck aus Gold, Silber und Platin sowie Silberbestecke und Zinnteller werden oft punziert. Das heißt, es wird mit einer Punze ein Symbol oder eine Zahl in den Gegenstand geschlagen:

Gold: häufige Punzen sind 333, 585, 750 und seltener 900. Diese Punzen geben den Goldgehalt an. 333er Gold besteht z.B. aus
33,3% Gold und 66,7% Legierungsmetall (meist Kupfer und Silber).

Silber: gebräuchlich sind 800, 830, 835, 925 (Sterling). Diese Punzen geben den Silbergehalt an (analog Gold, siehe oben). Das Silber ist meist mit Kupfer legiert und dient zum Härten des sehr weichen Silbers. Deutsche Silberbestecke aus massiv Silber haben zusätzlich meist einen Halbmond und eine Krone. Versilberte Bestecke tragen meist eine 90 oder 100 auf der Rückseite. Das bedeutet, dass ein Set (12 Gabeln und 12 Löffel) 90 bzw. 100 Gramm Silberauflage enthalten. Versilbertes Besteck kann behandelt werden wie reines Silber, da die Silberauflage recht dick ist (> 20 µm). Silber und die Silberlegierungen können wie reines Silber galvanisiert werden.

Platin: üblicherweise 950 (95% Platinanteil)

Zinn: Zinngegenstände werden mit einem Engel punziert, wenn kein Blei enthalten ist. Zusätzlich wird oft der Zinngehalt mit angegeben, z.B. 95% Zinn oder "Reinzinn" mit 100% Zinnanteil. Am häufigsten ist 95%iges Zinn für Essgeschirr und Zinnteller. Wenn das Zinn eher stumpf-grau ist und keine Punze außer dem Engel besitzt, dann ist meist noch viel Zink mit enthalten.

Sämtliche Punzen sind aber mit vorsichtig zu handhaben, da diese auch gefälscht sein können! Falsche Punzen erkennt man oft daran, dass diese eingraviert sind und nicht gestempelt. Dadurch ist der Rand der Punze weniger erhaben.

Nähere Infos zur Edelmetallprüfung finden Sie auf: www.gold-analytix.de

1.4.) Gewicht bzw. Dichte

Alu und Alulegierungen lassen sich gut von den schweren Metallen unterscheiden aufgrund ihres geringen spezifischen Gewichtes. Aluminium hat eine geringe Dichte von 2,7 g pro Kubikzentimeter. Eisen hat dagegen eine Dichte von 7,8 g pro Kubikzentimeter. Das heißt ein Eisengegenstand von gleicher Größe ist ca. 3 mal schwerer. Selbiges gilt für Kupfer, Blei, Silber und viele andere Metalle, die ebenfalls eine Dichte vergleichbar der von Eisen haben. Auch vergoldetes oder versilbertes Alu kann aufgrund des geringen Gewichts leicht erkannt werden.

1.5.) Oxidation und Anlauffarben

Gealterte Gegenstände kann man oft an deren Anlauffarben erkennen, welche durch Witterung und Oxidation entstehen. Flugrost und Roststellen bilden sich unter gewöhnlichen Bedingungen nicht auf Edelstählen wie V2A , oder 18/0er Chromstahl. Es handelt sich dann um niedrig legierten Stahl oder seltener um reines Eisen. Diese sind aber gleich zu behandeln.

Eine blau- oder grünfärbung auf Messing- oder goldfarbenen Gegenständen zeigt die Anwesenheit von Kupfer (typisch für gealtertes Messing oder Bronze). Auch 333er Gold kann anlaufen. 585er Gold durch den hohen Goldgehalt hingegen nicht.

Silber überzieht sich nach einiger Zeit an der Luft mit einer schwarzen Patina, welche leicht nach faulen Eiern oder muffig riecht. Es handelt sich um Schwefelverbindungen aus der Luft, welche vor dem Galvanisieren mit Silberreiniger entfernt werden müssen.

Chrom ist beständig und zeigt keine Patina. 

1.6.) Plausibilität

Gewisse Gegenstände sind in der Regel immer aus dem gleichen Metall oder ähnlich beschichtet, im folgenden eine kleine Auswahl:

Badarmaturen: diese sind in der Regel immer verchromt - als Grundmaterial muss also Chrom gewählt werden

Schrauben, Nägel (gelb oder bläulich gefärbt): chromatiertes Zink. Muss vor dem Beschichten entfernt werden (Salzsäure), dann zu behandeln wie Eisen

Oldtimerteile, verchromt:diese haben meist den üblichen Schichtaufbau Kupfer-Nickel-Chrom. Je nach Beschädigung muss man daher verkupfern (bei starker Beschädigung) oder nur vernickeln und nachverchromen

Fenstergriffe: meist Aluminium oder Aluminiumlegierungen

Felgen: meist Aluminium oder Edelstahl

2.) Verzeichnis der Metalle und deren  Erkennung 

Aluminium

Aluminium ist ein silbrig-weißes Leichtmetall und ist relativ weich und zäh. Anhand seines geringen Gewichts kann es gut von anderen Metallen unterschieden werden. Es ist nicht-magnetisch und kann daher leicht von Eisen oder Stahl unterschieden werden. Meist kommt es in Form verschiedener Legierungen vor und ist dann meist etwas härter als Rein-Aluminium. Es wird häufig verwendet, z.B. für Fahrradbauteile, Konstruktionsentwürfe, Fenstergriffe oder Getränkedosen.

Blei

Blei kommt heutzutage eher selten vor und ist ein giftiges Schwermetall. Erkennen kann man es an der sehr leichten Verformbarkeit und der dunklen grauen Farbe (eher stumpf, nicht glänzend).

Buntmetalle und Kupfer, auch Neusilber (Cu/Ni/Zn)

Hier handelt es sich um die Legierungen des Kupfers mit anderen Metallen und das Reinkupfer. Besonders häufig in der Schmuckindustrie angewandt werden Rotgold-Legierungen aus Kupfer und Gold. Die Buntmetalle sind zu behandeln wie Kupfer.
Neusilber ist farblos und silberähnlich, verhält sich aber wie ein Buntmetall (verwendet z.B. als Grundmetall für versilbertes Besteck).

Edelstähle

Meist nicht magnetisch. Viele verschiedene Typen, die sich aber ähnlich verhalten.

18/0 (18% Chrom, 0% Nickel, 82% Eisen):  Edelstahl für manche Bestecke, magnetisch

18/10 (18% Chrom, 10% Nickel, 72% Eisen): V2A Stahl, sehr häufig, nicht magnetisch

Eisen und niedrig legierter Stahl (z.B. Baustahl)

Sehr häufig verwendet. Erkennbar am starken Magnetismus und Flugrost.

Nickel

Hier handelt es sich um ein weißes, korrosiosfestes Metall. Nickel ist magnetisch. In reiner Form tritt es so gut wie nie auf. Meist wird es mit Eisen und Chrom legiert (V2A-Stahl). Vernickelte Oberflächen sind selten anzutreffen, da diese allergen sind. Nickelüberzüge werden meistens vergoldet oder verchromt.

Silber

Glänzend weißes Metall, sehr oft patiniert und dann komplett dunkel bis schwarz. Gut zu erkennen an den meist verwendeten Punzierungen (siehe oben).

Verchromte Gegenstände

In der Regel haben diese Gegenstände alle Hochglanzoptik und eine metallische Oberfläche die fast an einen Spiegel erinnert. Meist sind sie aufgrund des unter der Chromschicht liegenden Eisens oder Nickel magnetisch. Chrom hat einen leicht bläulich-kalten Glanz. Häufig verwendet für Badarmaturen und Auto- oder Motorradteile. Zu behandeln wie reines Chrom.

Zinn

Hellgraues Metall. Gut zu erkennen an der Punzierung. Wird oft für Teller und Krüge verwendet.

Zink

Hellgraues Metall. Sehr häufig verwendet, da es Eisen vor Oxidation schützt. Schrauben, Nägel, Straßenlaternen, etc. sind daher meist mit Zink überzogen. Feuerverzinktes Eisen hat zudem eine Wabenartige Struktur an der man es gut erkennen kann. Verzinkte Kleinteile sind oft gelb chromatiert und sehen dann ähnlich aus wie Messing. Zum Galvanisieren ist es ratsam verzinkte Gegenstände mit verdünnter Salzsäure zu entchromatieren und zu entzinken. Danach können diese wie Eisen behandelt werden.

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